Auf nach Balkonien

Mit dem Anbau eigener Lebensmittel möchte ich damit anfangen, meinen Hunger nach mehr zu stillen. Ich möchte ganz bewusst Lebensmittel anbauen, um Tag für Tag mitzuerleben, wie aus den Samen, kostbare Lebensmittel werden. Denn wie soll ich mich mit globalen Ernährungsfragen beschäftigen, wenn ich noch nicht einmal weiß, wie Ingwer, Tomaten und Co. wachsen? Meine Erfahrungen werde ich dokumentieren, damit ich mich bewusst mit dem Wachstum und den Erfolgen und auch Misserfolgen auseinandersetze. Mein Anspruch ist es schließlich nicht, von Anfang an alles richtig zu machen, sondern vielmehr ein Verständnis für die Natur und die Lebensmittel zu gewinnen. Darüber hinaus möchte ich jeden Leser dieses Blogs dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden und Obst, Gemüse, Gewürze oder was auch immer anzubauen. Natürlich wird uns das nicht den Gang in den Supermarkt ersparen, es wird uns aber wieder näher an den Begriff „LEBENsmittel“ heranführen. Diese Erkenntnis ist doch schon mal kein schlechter Anfang.

Wenn ihr das Thema Ernährung und/oder das eigene Gärtnern auch so spannend wie ich findet, freue ich mich über eure Erfahrungen und auch über Tipps, was ich beim nächsten Mal besser machen könnte. Für die Anfänger unter euch gilt: Habt nicht zu viel Respekt vor dem Gärtnern und lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr euch über das „richtige Anbauen“ informiert. Es geht nicht darum einen hocheffizienten Garten zu erschaffen, sondern mit Lust am Gärtnern, einfach mal anzufangen. Meine Erfahrungen sollen euch dabei ganz einfach und anschaulich unterstützen.

Die Auswahl

Bisher hatte ich auf meinem Balkon lediglich Blumen und vielleicht auch mal einen Rosmarin- und Basilikumtopf aus dem Supermarkt stehen. Auch geschenkte Tomatenpflanzen hatte ich schon einmal in einem Kübel auf dem Balkon.

Als ich dann den Entschluss gefasst habe, nicht nur Blumen, sondern auch Lebensmittel anzubauen, hatte ich zunächst überhaupt keine Ahnung, was auf dem Balkon wächst und was nicht. Also habe ich erst einmal diverse Foren, Websites und auch Bücher zu diesem Thema gelesen und mich informiert. Mir fiel auf, dass Gärtnern ziemlich schnell zur Wissenschaft mutieren kann, was auf mich zunächst eher abschreckend wirkte. Von Daher habe ich mich für meinen Balkon ganz bewusst für eine,  vielleicht nicht optimale, aber für mich als Anfänger machbare, Bepflanzung entschieden. Ich führe kein Buch, welche Pflanze ich wann mit wie viel Gramm dünge oder welchen Eisengehalt der Boden hat. Mir ist bewusst, dass ich daher vermutlich nicht den optimalen Ertrag bekommen werde, aber hey, mir geht es darum mit viel Freude den Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen.

Von daher habe ich mich auf ganz grundsätzliche Dinge festgelegt:

  • Alles was ich einpflanze ist Bio, da es das Natürlichste ist.
  • Ich benutze nur Guano – Düngemittel und dünge nur sehr selten und sehr wenig.
  • Ich verwende ausschließlich Bio-Erde.
  • Aufgrund des begrenzten Platzes auf dem Balkon, pflanze ich vermutlich zu viel auf zu geringer Fläche und hoffe, es wächst trotzdem was.

Am Ende bin ich dann bei der folgenden Auswahl gelandet:

  • Erde, Vlies und Blähton – eine gute Grundlage.
  • Tomaten – gut im Kübel auf dem Balkon anzubauen.
  • Kartoffeln – geringer Pflegeaufwand und trotz ihrer Einfachheit ein super wichtiges Grundlagen-Lebensmittel.
  • Süßkartoffeln – gelten als Zierpflanze und schmecken einfach super
  • Ingwer – ich liebe Ingwer und hatte keine Ahnung, wie Ingwer wächst, von daher wollte ich es ausprobieren
  • Knoblauch – kann man immer gebrauchen und er soll auf natürliche Weise Schädlinge von den Blumen und anderen Kräutern abhalten.
  • Kräuter – Für die Verfeinerung von Speisen, Smoothies und Co. eignet sich der eigene Kräutergarten ideal.
  • Pflanzen – als Futter für die Seele.

Hätte ich mehr Platz, würde ich vermutlich noch wesentlich mehr anbauen. Aber für den Anfang finde es ich es doch einen spannenden und guten Mix.

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