Bunter Löwe

Klarheit über Einnahmen und Ausgaben gewinnen

am
21. Januar 2018

Kaum jemand erreicht finanzielle Unabhängigkeit über Nacht. In der Regel ist es eine Mischung aus…

  • Willen und Glauben, diese irgendwann einmal zu erreichen und dafür zu arbeiten.
  • Mut sich eigenverantwortlich um die Finanzen zu kümmern.
  • Ehrgeiz, finanzielles Wissen und Kreativität, Geld gewinnbringend anzulegen.
  • einem guten bis sehr gutem Geldmanagement.
  • und vor allem Zeit.

Wenn du auch den Traum der finanziellen Unabhängigkeit hast, solltest du dich in jedem Fall selbst um deine Finanzen kümmern und aktiv werden, denn niemand wird sie dir schenken. Das Tolle; je mehr du dich mit deinen Finanzen auseinandersetzt, desto spannender wird es. Deswegen schieb das „lästige“ Thema nicht weiter auf, sondern fang an!

Verschaffe dir Klarheit über deine Einnahmen und Ausgaben!

Denn erst wenn du wirklich weißt, wie es um deine Finanzen steht, kannst du die für dich passende Strategie erarbeiten, um dein persönliches Ziel der finanziellen Unabhängigkeit zu erreichen.

Wie du dabei vorgehen kannst, erfährst du in diesem Artikel. Und wer weiß, vielleicht ist das der Startpunkt in deine finanzielle Unabhängigkeit. Für mich war die Aufstellung in jedem Fall DER Startpunkt meine Finanzen in die eigene Hände zu nehmen!

 

Klarheit über Einnahmen

Mach dir zunächst eine Aufstellung aller deiner Einnahmen.

Zu diesen zählen beispielsweise

  • Gehalt (inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie sonstigen Bonuszahlungen)
  • Zinsen und Kapitalerträge
  • Nebenverdienste durch Minijobs und Selbstständigkeit
  • Taschengeld / Geldgeschenke
  • Steuerrückzahlungen / Bonuszahlungen Krankenkasse
  • Erbschaften
  • Einnahmen durch Flohmärkte / Ebay etc.

 

Klarheit über Ausgaben

Durch die Aufstellung und regelmäßige Kontrolle deiner Ausgaben bereitest du dir das Fundament für deine Finanzplanung. Betrachte deine Ausgaben mit den Augen eines kritischen Investors. Wo liegen deine größten Ausgaben? Wie viele Abos und Versicherungen hast du? Wie viel Geld gibst du für Zigaretten oder auch den Kaffee zum Mitnehmen aus?

Es ist einfach etwas total anderes immer nur ein Bauchgefühl zu haben oder es schwarz auf weiß zu sehen, wofür du Woche für Woche, Monat für Monat dein Geld ausgibst. Mir hat diese Aufstellung sehr die Augen geöffnet und ich betrachte alle meine Ausgaben seitdem als Investitionen. Die guten Investitionen, zum Beispiel in meine persönliche Bildung, in Hobbys, Sport und Ernährung, baue ich kontinuierlich aus. Die weniger sinnvollen Investitionen, wie zum Beispiel meine Ausgaben für minderwertige Lebensmittel, habe ich zurückgefahren.

Die Klarheit über deine Ausgaben ermöglicht dir…:

  • unnötige Ausgaben zu vermeiden.
  • deine finanziellen Mittel sinnvoller einzusetzen.
  • deine persönliche Sparrate festzulegen.
  • eine monatliche Kontrolle deiner Ausgaben, sowie
  • eine hervorragende Ausgangssituation für finanzielle Zielformulierungen.

 

Am Ende des Tages sollst du einfach wissen, wofür du Monat für Monat dein Geld ausgibst und für dich bewerten, ob diese Ausgaben mit den Augen eines Investors betrachtet sinnvoll sind.

 

Deine Aufstellung der Ausgaben sollte sowohl die regelmäßigen wie auch die unregelmäßigen Kosten beinhalten. Dazu zählen:

  • Miete, Strom, Internet, Telefon, Beitragsservice (ehemals GEZ)
  • Lebensmittel, Mobilität, Urlaub
  • Versicherungen, Abos, Kleidung
  • Geschenke, Restaurantbesuche, Sport
  • Zigaretten, Kaffee zum Mitnehmen oder auch die regelmäßigen Kneipenbesuche

Zusätzlich solltest du dir ausrechnen wie viel Prozent deines Einkommens (oder der Summe deiner sicheren monatlichen Einnahmen) du zurücklegst für….

  • größere Ausgaben, wie zum Beispiel einen Umzug oder einen schönen Urlaub.
  • deine Altersvorsorge.

 

Deine monatliche Erfassungsliste

Ob du deine Ausgaben nun handschriftlich erfasst, dafür irgendeine Software-Lösung verwendest oder so wie ich, dir schlicht eine ganz einfache Excel-Liste baust, bleibt natürlich dir überlassen. Meine Empfehlung geht jedoch ganz klar zur klassischen Excel-Tabelle.

Je genauer du diese Liste machst, desto besser. Denn die erfassten Einnahmen und Ausgaben sollen anschließend übersichtlich darstellen, bei welchen Positionen Optimierungspotenzial bestehen.

Tipp: Versuche Bargeldzahlungen zu vermeiden, damit du immer schwarz auf weiß siehst, wann du wofür dein Geld ausgibst!

Da ich schon sehr lange sehr wenig Bargeld nutze und meistens mit meiner EC-Karte bezahle, hatte ich von Anfang an eine ziemlich gute Übersicht über meine Ausgaben. Seitdem ich meine Ausgaben monatlich erfasse, setze ich jedoch noch stärker auf meine EC-Karte und vermeide Bargeldzahlungen so gut es geht. Alle meine Ausgaben werden so erfasst und ich kann sie am Ende des Monats problemlos übertragen.

 

Zusammengefasst brachte mir die Aufstellung meiner Einnahmen und Ausgaben folgendes Ergebnis für 2016:

Nachfolgend findest du die aufs wesentliche runtergebrochenen Ergebnisse. Die genauen Ergebnisse werde ich an anderer Stelle vorstellen. Vergleiche deine Ergebnisse doch einfach mal mit meinen Ergebnissen. Ähneln sie sich oder kommen bei dir völlig andere Werte raus?

Einnahmensverteilung 2016

Einnahmensverteilung 2016

Wofür gab ich mein Einkommen (als einzige sichere Einnahmequelle) in 2016 aus?

  • 37 % meines Einkommens gingen für regelmäßige Kosten drauf. Dazu zähle ich alle Kosten, die regelmäßig in absehbarer Höhe anfallen, wie Miete und Versicherungsbeiträge, aber auch Kosten für das Fitnessstudio, Internet und meinen Handy-Vertrag.
  • 39 % meines Einkommens gingen für unregelmäßige Kosten drauf. Hierunter fallen alle sonstigen Ausgaben, wie Ausgaben für Lebensmittel, Reisen, Kleidung, Restaurantbesuche.
  • Die restlichen 24 % meines Einkommens teilten sich dann noch auf die Bereiche Bargeldausgaben, Reserven für größere Anschaffungen, sowie Altersvorsorge/Rücklagen auf.

Es ist zunächst völlig egal, ob bei dir ähnliche Werte rauskommen. Viel wichtiger ist, dass du für dich nun Klarheit über deine Einnahmen und Ausgaben hast. Diese Klarheit ist dein Startpunkt deine Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen!

Von nun an gilt es:

  • Langfristig zu denken.
  • Einnahmen zu steigern.
  • Unnötige Ausgaben zu minimieren.
  • Deine Sparrate zu erhöhen.
  • Investitionen in dich zu steigern.
  • Klare Ziele zu formulieren und diese umsetzen.

Nachdem du dir Klarheit über deine Einnahmen und Ausgaben verschafft hast, kannst du dir als erstes den Bereich Altersvorsorge/Rücklagen noch einmal genauer angeschauen da dieser dein finanzielles Rückgrat darstellt. Was unternimmst du für deine Altersvorsorge bzw. deine finanzielle Unabhängigkeit? Kurz: Welche Anlagestrategie verfolgst du (bisher)?

Zum Weiterlesen: Klarheit über Anlagestrategie gewinnen (noch nicht veröffentlicht)

 

Wie sieht es bei dir aus? Wie sieht deine Aufstellung deiner Einnahmen und deiner Ausgaben aus? War die Aufstellung bei dir auch ein Weckruf ins Tun zu kommen oder was hat dir geholfen, deine Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen?

 

 

Schlagwörter
ÄHNLICHE BEITRÄGE

KOMMENTAR