Mindesthaltbarkeitsdatum
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Mindesthaltbarkeitsdatum: Hilf mit, Lebensmittel zu retten!

am
14. November 2018

Nach wie vor werfen wir viel zu viele Lebensmittel weg, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Oftmals liegt es einfach daran, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Joghurts landen ungeöffnet in der Abfalltonne, genauso Konservendosen, Kräuterbutter oder auch das leckere Frühstücks-Müsli. Viele dieser Produkte wären noch gut zum Verzehr geeignet.

Was das Mindesthaltbarkeitsdatum eigentlich ist, warum es zu Lebensmittelverschwendung beiträgt und was genau du tun kannst, um Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren erfährst du in diesem Artikel.

 

Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis zu welchem Termin das Lebensmittel in jedem Fall ohne wesentliche Einbußen an Geschmack oder Qualität verzehrt werden kann. Der Hersteller des Produkts entscheidet, bis wann des MHD gültig ist. In die Entscheidung bis zu welchem Datum das MHD gesetzt wird, fließen zahlreiche Erfahrungswerte und vor allem auch ständige Qualitätskontrollen ein.

Was ist gut am Mindesthaltbarkeitsdatum?

Das MHD gibt dir als Kundin oder Kunde eine Orientierung, wie lange das Lebensmittel noch haltbar ist und trägt auch dazu bei, dass die Produzenten der Produkte zahlreiche Qualitätskontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass die beworbene Qualität auch tatsächlich eingehalten wird.

Was ist das Problem am Mindesthaltbarkeitsdatum?

Viele Hersteller geben ein MHD an, dass deutlich unter dem eigentlichen Haltbarkeitswert des Produkts liegt. Geben die Unternehmen ein längeres MHD an, steigt die Gefahr, dass vermehrt verschimmelte Produkte auftauchen. Dafür haben weder die Käufer/innen noch die Zwischenhändler viel Verständnis. Von daher gehen die Produzenten verständlicherweise auf „Nummer sicher“ und geben ein eher etwas verkürztes MHD an.

Leider führt dies dazu, dass viele Menschen in Deutschland davon ausgehen, dass das Produkt sofort schlecht ist, sobald das MHD überschritten wird. Dies führt dazu, dass Unmengen an Produkten im Abfalleimer landen, obwohl sie noch verzehrfähig wären.

 

Was du tun kannst um Lebensmittelabfälle zu vermeiden?

  • Zunächst einmal solltest du wieder mehr auf dich und deinen gesunden Menschenverstand hören. Das MHD ist keine Garantie, dass das Produkt nicht auch schon vor Ablauf verschimmelt ist. Du würdest ja auch keinen verschimmelten Joghurt essen, wenn das MHD noch nicht erreicht wurde. Warum also einen nicht verschimmelten Joghurt wegwerfen, nur weil das MHD überschritten wurde?
  • Nudeln, Reis und andere Trockensortimente oder auch Konservendosen sind oftmals noch viele Jahre nach Ablauf des MHDs absolut in Ordnung. Wirf diese in keinem Fall weg, sondern nutze sie.
  • Mach bei leichtverderblichen Produkten wie Milch und Joghurt den Seh-, Riech- und Geschmackstest. Sieht das Produkt aus wie immer, riecht es wie immer und schmeckt es wie immer? Na dann genieß den Joghurt und mach dir keine Gedanken um das MHD.
  • Denk beim Einkaufen mit. Wenn du beispielsweise am gleichen Tag einen Kuchen backen möchtest, musst du ja nicht die Sahne und die Eier einkaufen, die noch ein besonders langes MHD haben. Greif zu den Artikeln, die nur noch wenige Tage Restlaufzeit haben. So hilfst du mit, dass die Supermärkte die Produkte mit abgelaufenem MHD nicht entsorgen müssen.
  • Kauf bewusst und bedarfsgerecht ein. Was benötigst du wirklich und wie viel benötigst du wirklich? Kauf lieber zwei bis drei Mal in der Woche bedarfsgerecht ein, anstatt alle zwei Wochen einen Großeinkauf zu machen.

 

Mehr Infos rund um das Thema Mindesthaltbarkeitsdatum und wie lange Produkte eigentlich haltbar sind findest du bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Mehr Tipps und Tricks dein Leben nachhaltiger, aktiver und gesünder zu gestalten findest du hier.

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