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Papier: Dein Beitrag zum Umweltschutz

am
24. Juli 2018

Du kannst drei Dinge tun, um deinen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

  1. Verwende weniger Papier!
  2. Vermeide Frischfaserpapier und verwende nur noch Recyclingpapier!
  3. Falls Recyclingpapier doch mal keine Lösung ist, greife auf FSC®-zertifiziertes Papier zurück!

 

Verwende weniger Papier

Im Büro:
  1. Drucke nur, wenn du es wirklich benötigst. Nach wie vor werden täglich Unmengen von Emails ausgedruckt, um diese mit in Besprechungen zu nehmen. Wirklich notwendig sind sie meisten nicht.
  2. Sorge dafür, dass die Druckeinstellungen in deinem Büro standardmäßig auf „zwei Seiten pro Blatt und doppelseitig“ eingestellt sind. Zumindest „doppelseitig“ sollte in allen Büros machbar sein, nur muss es von irgendwem auch aktiv angesprochen werden. SEI DU DIE- ODER DERJENIGE. Sprich deine IT-Abteilung, deine Nachhaltigkeitsabteilung oder wen auch immer einfach mal an und bleib hartnäckig. Durch diese Einstellung halbiert sich der Papierverbrauch nahezu. Wenn du dann noch zwei Seiten auf einem Blatt druckst, sparst du bei mehrseitigen Drucks sogar 75 Prozent an Papier. Das schützt die Umwelt und spart obendrein eine Menge Geld.
  3. Nutze Fehldrucke als Schmierpapier und verzichte auf Post-its. Gerade im Büro kommt es immer wieder zu Fehldrucken. Das ist immer ärgerlich, aber kein Grund den Fehldruck in die Tonne zu hauen. Behalte die Blätter und nutze sie für deine Gesprächsnotizen. Seit ich das mache, nutze ich fast nie gekaufte Notizzettel. Aufs Jahr gerechnet, kommt so eine ganze Menge Papiereinsparung zusammen.
Im Alltag:
  1. Klebe dir einen Aufkleber „Bitte keine Werbung“ auf den Briefkasten. Millionen von Werbeprospekten und Angebotsflyern landen täglich ungelesen in unseren Abfalleimern. Tag für Tag für Tag. Der Aufkleber wird zwar nicht jeden Flyer aufhalten können, aber es ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung.
  2. Erledige so viel wie möglich digital und spare dadurch große Mengen an Papier ein. Immer mehr Verträge kannst du inzwischen online kündigen. Durchs Onlinebanking werden Milliarden von Überweisungsvorlagen eingespart. Versicherungen bieten zunehmend Apps an, über die du einfach nur noch ein Foto deiner Rechnung einschicken musst. Briefe, Umschläge, Briefmarken kannst du so ganz einfach einsparen.
  3. Kaufe dir keine Bücher mehr, sondern tausche sie. Gründe Tauschgruppen über Social-Media-Kanäle, in deinem Freundes- und Bekanntenkreis, in deinem Sportverein, der Musikschule oder sonst irgendwo. Ich kaufe mir inzwischen fast überhaupt keine Bücher mehr und wenn ich doch mal zuschlage, dann gebe ich es auch bereitwillig weiter.
  4. Versuche deinen Verbrauch an Küchenrollen, Toilettenpapier und Taschentüchern zu reduzieren. Ich bin beispielsweise damit großgeworden, dass wir zu jedem Essen ein Papier von der Küchenrolle als Serviette benutzt haben. Nach dem Essen haben wir die oftmals fast ungenutzten Papiere weggeworfen. Eine ganz schöne Verschwendung. Heute nutze ich zwar immer noch Küchenrollen, allerdings sehr viel sparsamer und bewusster. Mach dir einfach mal bewusst, wie viel Papier du jeden Tag in der Küche, unterwegs und im Bad verbrauchst und überlege dir, wo du was einsparen kannst.
  5. Nutze Brotdosen und Mehrwegbehälter und verzichte auf Brotpapier. Es gibt heutzutage so tolle Brotdosen, dass Brotpapier wirklich ein Relikt vergangener Tage sein sollte.

 

Vermeide Frischfaserpapier und verwende nur noch Recyclingpapier

Völlig auf Papier verzichten, wird für die meisten von uns (noch) keine Option sein. Daher ist es umso wichtiger, dass wir auf Recyclingpapier zurückgreifen! Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt und schneidet um Längen besser ab in seiner Ökobilanz als Frischfaserpapier. Lies dir dazu am besten noch meinen Artikel über Recyclingpapier durch: Recyclingpapier schützt die Umwelt.

Es gibt kaum noch ein Papierprodukt, dass es nicht auch als Recyclingprodukt gibt. Auch aus qualitativer Sicht können sich Recyclingprodukte sehen lassen und sie sind zudem oftmals sogar günstiger.Blauer Engel Logo

Verschiedene Siegel zeigen dir, dass es sich bei dem Papier um Recyclingpapier handelt. Persönlich würde ich immer Papier empfehlen, das mit dem Blauen Engel gekennzeichnet ist. Es besteht aus 100 Prozent Altpapier und das Siegel garantiert, dass zur Herstellung keine giftigen Chemikalien oder Zusatzstoffe verwendet wurden.

 

Falls Recyclingpapier doch mal keine Lösung ist, greife auf FSC®-zertifiziertes Papier zurück

Produkte, die mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet sind, garantieren dir, dass das Papier zwar nicht recycelt, dafür aber aus nachhaltiger Holzwirtschaft stammt. Die Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council® versucht mit diesem Siegel sicherzustellen, dass Umweltbelange genauso berücksichtigt werden, wie soziale Fragen. Bedrohte Wälder werden geschützt und die Rechte indigener Völker bewahrt.

FSC LogoIn der Praxis gab es in der Vergangenheit jedoch auch Vorfälle, die an dem Siegel Kritik aufkommen ließen. Ein Kritikpunkt ist unter anderem, dass nicht genug getan wird, bestehende Urwälder zu schützen. Dies nahm Greenpeace Deutschland 2018 zum Anlass, seine Mitgliedschaft bei FSC zu kündigen. Beide Organisationen werden jedoch auch zukünftig zusammenarbeiten und Greenpeace Deutschland betont, dass FSC „das einzige glaubwürdige Siegel ökologischer Waldwirtschaft“ ist.

 

Fazit

Zunächst solltest du prüfen, ob du auf das Papierprodukt verzichten kannst. Ist dies nicht der Fall, versuche das Papierprodukt in Recyclingqualität, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel, zu beschaffen. Wenn auch das nicht geht, dann ist FSC-zertifiziertes Papier die beste Wahl.

 

Weiterführende Links

  • Produkte, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel findest du inzwischen in jedem Schreibwarengeschäft, bei der Post und in jedem Kaufhaus. Online kann ich dir beispielsweise die Seiten des Blauen Engel oder memo.de empfehlen. Hier findest du eine riesige Auswahl!
  • Mehr zur Arbeit des Forest Stewardship Council® findest du auf ihrer Homepage.

 

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Jonas
Deutschland

Hey, ich bin Jonas, Anfang 30 und folge zur Zeit meinem Hunger nach mehr. Mir ist es wichtig, nicht einfach nur zu existieren, sondern mich lebendig zu fühlen. Was ich dafür tue, was mich inspiriert und mir weiterhilft, dokumentiere ich hier auf meinem Blog. Ich schreibe unter anderem über Ernährung und eigenen Gemüseanbau und (m)einen sportlichen Lifestyle.