Tipps für ein nachhaltigeres, aktiveres, gesünderes Leben
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Tipps für ein nachhaltigeres, aktiveres, gesünderes Leben

am
7. August 2018

Bevor ich dir meine Tipps für ein nachhaltigeres, aktiveres, gesünderes Leben vorstelle, erläutere ich dir kurz, warum ich dir diese Tipps überhaupt an die Hand gebe.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, haben wir die großartige Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir können heute frei entscheiden, was wir mit unserem Leben anfangen und welche Spuren wir hinterlassen möchten.

Die Erfindung des Internets, die fortschreitende Digitalisierung und der zunehmende Wohlstand führen zu enormen Veränderungen in allen Bereichen unseres Lebens. Wir befinden uns im Wandel von einer materiellen zu einer wissensbasierten Gesellschaft.

Werte entstehen nicht mehr nur durch die Ausbeutung der Natur, indem mit viel Kapital Kohle abgebaut, Holz geschlagen und Gold geschürft wird. Werte entstehen im 21. Jahrhundert vor allem durch geistige, wissensbasierte Arbeit.

Das spannende ist, dass jeder einzelne von uns, dem Internet sei Dank, die Zukunft unserer Gesellschaft maßgeblich mitgestalten kann. Alles was wir dazu tun müssen, ist uns zunächst einmal an den Gedanken zu gewöhnen, dass wir Menschen noch unglaublich viele Potenziale haben, die irgendwo tief in uns versteckt liegen und darauf warten, geweckt zu werden. Wenn wir es als Gesellschaft schaffen, diese Potenziale zu nutzen und nicht vor der Glotze zu vergeuden, wird das 21. Jahrhundert grandios.

Bei mir fühlt es sich beispielsweise einfach nach einem Hunger nach mehr an. Ich möchte die Lethargie, alles einfach hinzunehmen, abstreifen und bin ständig auf der Suche, mein Leben noch ein Stück schöner, vielfältiger und lebenswerter zu gestalten.

Meine Tipps für ein nachhaltigeres, aktiveres, gesünderes Leben sollen dir als Inspiration dienen, dein Leben in die eigene Hand zu nehmen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper in einer intakten und gesunden Umwelt der perfekte Nährboden ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Meine Tipps für ein nachhaltigeres, aktiveres, gesünderes Leben

Ernährung und Kochen
  • Iss weniger Fleisch oder am besten gar kein Fleisch mehr. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt. Zudem ist eine vegetarische Ernährung oder eine sehr fleischarme Ernährung gesünder. Grundsätzlich sollten wir Menschen im 21. Jahrhundert auch mal überlegen, wie wir es nach wie vor zulassen können, dass Millionen Tiere jedes Jahr enorme Qualen leiden müssen, nur damit der Hamburger für 99 Cent verkauft werden kann.
  • Iss weniger tierische Produkte und vielleicht schaffst du es auch komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Schließlich leiden viele Millionen Tiere in Deutschland dafür, dass wir Eier, Butter und Milch zu uns nehmen können.
  • Wenn du Fleisch und tierische Produkte weiterhin essen möchtest, greif auf Bio-Produkte zurück. Auch bei diesen Produkten ist nicht alles perfekt, aber die Tiere werden artgerechter gehalten und die vorsorgliche Medikamentenvergabe an die Tiere ist sehr viel strenger, als bei Nicht-Bio-Betrieben.
  • Achte insbesondere bei tierischen Produkten auf Bio-Verbandsware. Die Bio-Anbauverbände stellen noch wesentlich höhere Anforderungen an ihre Betriebe, als es die EG-Öko-Verordnung tut. Mehr Infos zum Bio-Siegel findest du unter: oekolandbau.de. Mehr Infos zu den Bio-Anbau-Verbänden und welche Anforderungen sie stellen, findest du unter: Wikipedia.de
  • Fang an, dich mit deiner Ernährung auseinanderzusetzen. Es gibt sehr viele Dinge, die du bei deiner Ernährung richtig oder auch falsch machen kannst. Jeder Mensch ist jedoch ein Individuum und reagiert entsprechend individuell. Setz dich daher mit deiner Ernährung auseinander und erkunde, was dir gut tut und was nicht. Wie reagiert dein Körper auf verschiedene Ernährungsformen? Ändert sich deine Haut? Welchen Einfluss hat deine Ernährung auf deine körperliche Leistungsfähigkeit? Wann fühlst du dich wach und präsent und wann eher müde und schlapp? Hast du nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel manchmal Sodbrennen oder Verdauungsprobleme?  Sobald du anfängst dich ernsthaft mit deiner Ernährung zu beschäftigen, wirst du schnell merken, wie stark du dein körperliches und auch seelisches Wohlbefinden durch deine Ernährung beeinflussen kannst.
  • Fang an, bewusst zu essen. Die meisten von uns haben verlernt achtsam und bewusst zu essen. Wir essen im Laufen, vor dem Fernseher, am Schreibtisch oder während wir in den Sozialen Netzwerken unterwegs sind. Gelegentlich sitzen wir noch am Essenstisch und reden mit unseren Liebsten. In all diesen Fällen spielt das Essen jedoch nur die zweite Geige. Wir kauen nicht mehr richtig, achten nicht wirklich auf die Vielfalt der Geschmacksrichtungen (und würzen meist sowieso nur noch mit Pfeffer und Salz) und schlingen häufig das Essen einfach nur herunter. Wir müssen wieder lernen, bewusst zu essen. Was schmeckt uns wirklich? Wann sind wir wirklich hungrig und wann haben wir eigentlich nur Appetit?
  • Bau dir deine eigenen Nahrungsmittel an. Du musst kein Gärtner sein, um Tomaten, Kartoffeln, Kräuter und Co auf deinem Balkon oder in deinem Garten anbauen zu können. Es geht auch nicht darum, dich selbst versorgen zu können, sondern darum, dich einfach mal mit dem Lebensmittelanbau zu beschäftigen. Es macht dich wieder ein bisschen demütiger und offenbart dir beispielsweise, wie viel Arbeit und Zeit in einem einzigen Teller Kartoffeln steckt.

Kräuter im BalkonkastenEin Teller voller geernteter Kartoffeln

 

 

 

 

 

  • Bereite dir dein eigenes Essen zu, anstatt essen zu gehen. Verwende frische Zutaten und koche dir dein Essen selbst. Verzichte auf Glutamat und sonstige Fertigprodukte. Verbanne Maggi, Tütensaucen und Fertigprodukte aus deiner Küche und gewöhne deinen Körper wieder an „echtes“ Essen.
  • Iss viel Gemüse und Obst. Wenn es nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geht, essen Frauen und Männer zu wenig Getreide, Obst, Gemüse und Milchprodukte, dafür aber deutlich zu viel Fleisch und Wurst. Letzteres gilt vor allem für die Männer.
  • Reduziere Salz und Zucker. Sowohl zuviel Salz als auch zuviel Zucker sind Gift für deinen Körper. Langfristig kann eine zu hohe Salzaufnahme zu schweren Nierenschäden führen. Zu viel Zucker erhöht unter anderem die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Sowohl Salz und auch Zucker sind in sehr vielen verarbeiteten Produkten enthalten. Daher ist es wichtig, die zusätzliche Aufnahme möglichst gering zu halten.
  • Trinke Wasser, keine Limo. Wasser ist und bleibt das ultimative Getränk. Was vor tausenden Jahren galt, gilt heute noch genauso. Reduziere alle anderen Getränke auf ein Minimum. Das spart enorm viel Geld, hilft dir ungemein Karies zu verhindern und reduziert deine Zuckeraufnahme dramatisch! Wenn du beispielsweise ein Glas (250 ml) Cola am Tag trinkst, nimmst du 27 Gramm Zucker zu dir. In der Woche sind dies 189 Gramm, im Monat 810 Gramm und im Jahr 9.855 Gramm, bzw. knapp 10 Kilogramm!
  • Kaufe kein Wasser, sondern trinke Leitungswasser. Es werden immer wieder Studien veröffentlichen, die beweisen, dass Leitungswasser eine ähnlich hohe Qualität aufweist, wie Wasser aus dem Supermarkt. Oftmals schneidet Leitungswasser sogar besser ab. Zudem kostet es nur einen Bruchteil und das Beste, du sparst dir das Schleppen. 🙂
  • Iss Müsli, anstatt Corn-Flakes. Das ist nicht nur Nährstoffreicher, sondern in der Regel auch sehr viel Zuckerärmer.
  • Pepp dein Müsli mit Nüssen, Saaten und Samen auf, um Energie für den Tag zu haben.
  • Kaufe Produkte, an denen die Bauern und Feldarbeiter auch etwas verdienen. Achte auf Fair-zertifizierte Ware und kaufe Produkte von den Herstellern, die überzeugend darlegen, dass sie sich um faire Lieferketten kümmern. Im Zweifel, frag nach. Schreibe den Unternehmen und frage konsequent nach, wie sie sicherstellen, dass auch die Bauern fair bezahlt werden.
  • Kaufe zertifiziert nachhaltige Produkte. Klar ist nicht alles Gold was glänzt. Zertifiziert nachhaltige Produkte, beispielsweise Bio-Produkte, müssen jedoch deutlich höhere Anforderungen einhalten, als nicht zertifizierte Ware. Von daher ist es in jedem Fall sinnvoll zu zertifizierter Ware zu greifen. Leider gibt es inzwischen Unmengen an Nachhaltigkeits-Siegel, so dass es schwierig ist, den Durchblick zu behalten. Wichtig ist hier, sich nicht abschrecken zu lassen, sondern sich mit den Siegeln zu beschäftigen. Wofür stehen sie und was bewirken sie?
  • Kauf möglichst regional ein. Unter mein-bauernhof.de findest du zum Beispiel Produkte, direkt vom Erzeuger aus deiner Region.
  • Kauf möglichst saisonal ein. Erdbeeren im Winter ergeben keinen Sinn, genausowenig wie Spargel im Herbst oder Weintrauben im Winter oder Äpfel im Hochsommer. Entweder müssen die Waren über viele Tausend Kilometer importiert werden oder sie werden über Monate in Kühlhäusern gelagert. Das kostet extrem viel Energie und verschlechtert die Ökobilanz des jeweiligen Produkts massiv. Kauf daher möglichs saisonale Ware. Einen Saisonkalender für Obst, Salat und Gemüse findest du beispielsweise unter nabu.de.
  • Kaufe möglichst unverpackt ein. Über 220 Kilogramm Verpackungsmüll produziert jeder in Deutschland lebender Mensch. Eine Möglichkeit diesen extrem hohen Wert zu reduzieren, liegt darin, Lebensmittel möglichst unverpackt einzukaufen. Obst und Gemüse, Reis und Nudeln und selbst Zahnpasta oder Seife können inzwischen an immer mehr Orten verpackungsfrei gekauft werden. Neben Wochenmärkten und Bioläden bieten vor allem „Unverpackt“-Läden ein breites Sortiment an unverpackten Produkten. Informiere dich doch einfach mal bei wastelandRebel.de wo es einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe gibt.

Obst und GemüseUnverpackte Lebensmittel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Kaufe nur das ein, was du tatsächlich auch benötigst und vermeide unnötige Lebensmittelabfälle. Es klingt so banal, macht aber leider ganz oft den Unterschied. Wir kaufen meist viel zu viel ein oder ohne richtigen Plan. Am Ende müssen wir zwei Tomaten entsorgen, drei Zwiebeln landen auch im Müll, der Joghurt schimmelt und die fünf Scheiben Brot schmecken nach drei Tagen auch nicht mehr. Aufs Jahr gerechnet kommen so rund 55 Kilogramm Lebensmittel zusammen, die wir Deutschen jedes Jahr entsorgen. Würden wir anfangen bewusster einzukaufen, würde das sehr viele Lebensmittel vor der Tonne bewahren und wir könnten zudem eine Menge Geld sparen. Mehr Infos zu diesem Thema findest du unter: Zugutfuerdietonne.de
  • Wirf keine Produkte weg, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt lediglich Auskunft darüber, bis zu welchem Datum der Hersteller garantiert, dass das Produkt verzehrfähig ist. Natürlich verschimmelt das Produkt nicht, sobald das MHD erreicht wurde. Wenn das Produkt normal aussieht, normal riecht und normal schmeckt, ist das Produkt völlig in Ordnung! Mehr Infos zum Mindesthaltbarkeitsdatum findest du hier.
  • Verwende überreifes Obst für Smoothies. Wenn die Banane, der Apfel oder auch der Pfirsisch überreif sind und du sie aufgrund von Druckstellen oder ähnlichem nicht mehr essen möchtest, kannst du sie noch super für Smoothies verwenden. Der zusätzliche Fruchtzucker macht sich hervorragend im Smoothie und geschmacklich ist gerade das überreife Obst eine Wucht.
  • Achte auf die Zutatenliste und kaufe nur Produkte, deren Zutaten du verstehst. Schau dir einfach mal verschiedene Produkte genauer an und prüfe, ob du bei allen Zutaten weißt, worum es sich handelt. Es ist teilweise ziemlich erschreckend, was beispielsweise in einem konventionellen Fruchjoghurt oder in einer Tiefkühlpizza so alles enthalten ist. Keiner von uns würde doch aber in den Supermarkt, bzw. die Apotheke gehen und diverse Aromen, Dickungsmittel etc. kaufen, um damit einen besonders guten Joghurt zu machen. Daher Finger weg, von stark verarbeiteten Lebensmitteln und den ganzen zugesetzten Aromen und sonstigen unnatürlichen Zusätzen.
  • Kaufe Marken, die sich für Nachhaltigkeit, Biodiversität und Umweltschutz engagieren. Vor allem bei den Bio-Marken gibt es zahlreiche Marken, die sich nicht nur für gute Qualität einsetzen, sondern darüber hinaus auch sehr engagiert sind und sich für einen sinnvollen Umgang mit Mensch und Natur einsetzen. Mit jedem Kauf entscheidest du, welche Unternehmen du stärken möchtest. Es liegt an dir und mir, in welcher Welt wir leben möchten.
  • Vermeide Marken, die Menschen und Natur ausbeuten. Auch wenn es dir nicht immer gelingt ausschließlich „gute“ Marken zu kaufen, kannst du natürlich aber auch darauf achten, welche Marken du auf gar keinen Fall kaufen möchtest. Da muss sich jeder Mensch sein eigenens Bild machen. Wir sollten jedoch aber ernsthaft hinterfragen, ob es ethisch vertretbar ist, Produkte von Konzernen oder auch kleineren Unternehmen zu kaufen, die ihren Profit zu Lasten der Umwelt, der Tiere oder auch Menschen machen. Je mehr ausbeuterische Unternehmen boykottiert werden, desto schneller werden auch diese Unternehmen anfangen umzudenken. Nicht unbedingt, weil sie es wollen, sondern weil sie es müssen.

Salate auf dem BalkonSalatanbau_Balkon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Setz dich für mehr Nachhaltigkeit im Supermarkt ein. Sprich die Verkäufer auf Missstände an und setz dich mit dem Kundenservice auseinander. Bleib dabei höflich! Die Verkäuferinnen und Verkäufer haben oftmals kaum Mitspracherecht und können gar nicht auf alle Fragen die Antwort kennen. Die Fragen der Kundinnen und Kunden landen aber auch in der Zentrale der Unternehmen und dort wird Kundenfeedback sehr ernst genommen. Je öfter kritische Rückfragen kommen, desto höher der Druck für das Unternehmen tätig zu werden!
  • Nimm dir Mehrwegbeutel, -taschen, -becher mit, wenn du einkaufen gehst. Verzichte auf Einwegtüten oder nutze diese dann zumindest als Müllbeutel. In Deutschland werden stündlich rund 320.000 Kaffee to go-Becher verbraucht. Pro Jahr sind das knapp 3 Milliarden Stück! Du solltest dich einfach mal hinterfragen, ob es wirklich notwendig ist, jeden Tag an der Uni oder auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee to go zu bestellen. Vor einigen Jahren hat das kein Mensch getan und heute tun viele so, als ob sie ohne diesen Kaffee nicht überleben würden. Wenn du nicht auf den Kaffee verzichten möchtest, solltest du dir aber in jedem Fall deinen persönlichen Mehrwegbecher besorgen und auf die Becher zum Wegwerfen verzichten.
  • Nimm eine Mehrwegbox zum Imbiss deines Vertrauens. Wir könnten jeden Tag auf Millionen Teile Einweggeschirr verzichten, wenn wir es schaffen würden, nur noch Mehrwegboxen zu verwenden.
  • Finger weg von Billig-Fleisch. Zwei Euro für ein Stück Fleisch ist nur durch extreme Formen der Massentierhaltung möglich! Für eine so reiche Gesellschaft, ist es traurig, dass diese Formen der Tierhaltung bis heute nicht verboten wurden.
  • Schau dir Dokus über das Thema Ernährung an, wie zum Beispiel Cowspiracy oder Hope for all. Weitere Dokus findest du zum Beispiel auch unter den nachfolgenden Links: Filme für die Erde – Veganismusoder auchVeganliebe.
  • Kauf Fisch aus nachhaltiger Fischzucht, bzw. Aquakultur. Hier kannst du dich beispielsweise an den Siegeln Marine Stewardship Council (MSC) und des Aquaculture Stewardship Council (ASC) orientieren. Zudem kannst du beim Fischkauf auch darauf achten, dass die Fische ausschließlich per Leine gefangen werden. Ungewollter Beifang wird dadurch vermieden und die Meeresböden werden nicht durch riesige Fangnetze zerstört. Mehr Infos über nachhaltigen Fisch findest du im Greenpeace-Einkaufsratgeber.
  • Besuch einen Bauernhof. In den letzten 30 Jahren haben wir Menschen in Deutschland vollkommen den Bezug zu Lebensmitteln verloren. Lebensmittel stehen jeden Tag frisch und „perfekt“ verpackt in den Regalen der Supermärkte oder werden uns sogar nach Hause geliefert. Wenn wir am Ende der Woche ein bisschen Fleisch und Käse wegwerfen müssen, ist das auch nicht weiter tragisch, da wir ja einfach wieder einkaufen gehen können. Die Wertschätzung für LEBENsmittel ist leider nicht mehr gegeben, da wir im absoluten Überfluss leben. Leider geht der Überfluss auf Kosten der Tiere aber auch der Bauern, die immer mehr Lebensmittel für immer weniger Geld produzieren müssen. Besuche doch einfach mal einen Bauernhof in deiner Nähe und sprich mit den Landwirten, was ihrer Meinung nach gut und was nicht so gut läuft.
  • Besuch einen Schlachthof. Falls du Fleisch isst, sollte ein Schlachthofbesuch für dich Pflicht sein. Ein Schwein, ein Huhn, ein Kalb springt nicht freiwillig für dich in den Tod. Bitte verzichte auf Fleisch aus Massentierhaltung und entscheide dich (falls du nicht ganz auf Fleisch verzichten kannst) für verbandszertifiziertes Bio-Fleisch. Alternativ kannst du auch zum Metzger deines Vertrauens gehen. Die Tiere sollten ein möglichst artgerechtes Leben geführt haben. Wenn wir auf den Verzehr schon nicht verzichten können, ist das das Mindeste, was wir für sie tun können.
  • Mach einen Imker-Workshop. Bienen sind super Geschöpfe und es ist wirklich faszinierend wie so ein Bienenstamm funktioniert. Wie so oft im Leben heißt es aber: Selber machen. Ich kann dir lang und breit erklären, warum es so toll und auch so wichtig ist, das „Nutztier“ Biene zu verstehen. Begreifen wirst du es jedoch erst, wenn du dich selber um die Bienen kümmerst.

BienenschwarmHonigwaben öffnenHonig ernten

 

 

 

 

 

 

 

 

Mobilität und Bewegung
  • Laufe, renne, gehe, jogge. 🙂 Versuche, jeden Tag mindestens 10.000 Schritte zu gehen oder zu laufen. Der Mensch wurde geboren um zu Laufen!
  • Fahr Rad, E-Bike, Lastenrad. Vor allem für kurze und mittlere Distanzen sind Fahrräder eine klimafreundliche, gesunde und kostengünstige Alternative, sich fortzubewegen. Bei Strecken bis zu fünf Kilometern kommst du mit dem Rad in der Stadt am schnellsten zum Ziel. Zudem sparst du dir das Ticket für Benzin oder den öffentlichen Nahverkehr. Zu guter Letzt stärkt das regelmäßige Fahrradfahren dein Immunsystem und du senkst drastisch dein Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiko.
  • Nutz die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn der Weg doch mal ein wenig weiter ist oder es in strömen regnet oder schneit, kann das Fahrrad natürlich auch mal stehen gelassen werden. 🙂 In diesen Fällen bietet der öffentliche Nahverkehr tolle Möglichkeiten, das Klima zu schützen. Lass dein Auto stehen und nutze die öffentlichen Verkehrsmittel für deinen täglichen Arbeitsweg. Nutze die Zeit, um dich zu unterhalten. Schreibe Briefe oder in dein Tagebuch. Höre Podcast, lese Bücher, denke nach oder träume einfach mal. Denke nicht, dass es „verlorene Zeit“ ist, sondern überlege dir, wie du die Fahrtzeit effektiv und sinnvoll nutzen kannst. Bei 20 Minuten Arbeitsweg, kommen so 200 Minuten in der Woche zusammen, die du gestalten kannst!
  • Fahr Bahn. Jede Bahnfahrt spart CO2 im Vergleich zum Fliegen oder auch zum Autofahren ein. Die Deutsche Bahn erhöht zudem kontinuierlich den Ökostrom-Anteil, so dass Bahnfahren zukünftig sogar einen noch größeren Umweltvorteil aufweisen wird. Du kannst die Zeit super gut nutzen, um zu arbeiten, an deinem Blog zu schreiben oder auch einfach nur um zu entspannen und einen Film anzuschauen. Je mehr Menschen Bahn fahren, desto besser wird das Angebot werden und die völlig verstopften Straßen werden entlastet.
  • Lass das Auto stehen. Es mag Momente geben, die ein Auto zwingend erforderlich machen. Meistens setzen wir uns jedoch ins Auto, weil es einfach bequemer, vermeintlich schneller und oftmals einfach praktischer ist. Fang an, deine Gewohnheiten zu hinterfragen und ändere sie. Ist es wirklich notwendig mit dem Auto zum Shoppen oder ins Fitnessstudio zu fahren? Muss ich mit dem Auto übers Wochenende nach Berlin fahren? Komme ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht viel einfacher in die Innenstadt? Sollte ich nicht etwas für meine Gesundheit machen und zukünftig mit dem Rad zur Arbeit fahren?
  • Schaff dein Auto ab, bzw. kein neues Auto an. Sobald du deine Gewohnheiten änderst und immer mehr Strecken mit dem Rad und den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegst, wirst du feststellen, wie selten du auf dein Auto angewiesen bist. Leider kostet dich dein Auto 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr Geld und belastet massiv die Umwelt. In vielen Fällen muss das nicht sein und zum Glück gibt es immer mehr Angebote für Gelegenheitsfahrer/innen, wie zum Beispiel Carsharing.
  • Nutz Carsharing. Für alle, die hin und wieder doch mal aufs Auto angewiesen sind, ist Carsharing eine tolle Sache. Im Sinne der Sharing-Economy werden einfach Autos geteilt. So können locker 100 Personen das Auto gelegentlich nutzen und müssen kein eigenes Auto anschaffen. Das spart wertvolle Ressourcen, spart eine Menge Geld und hilft auch dabei, das in Deutschland jahrzentelang gepflegte Statussymbol „Auto“ aus den Köpfen der Menschen zu verdrängen.
  • Wenn schon ein Auto, dann kaufe dir einen möglichst umweltschonde Auto. Zum Beispiel: Benzin-Hybride, Erdgasfahrzeuge, kleine, sparsame Benziner – und Elektroautos, die mit Ökostrom aufgetankt werden.
  • Acht bei deiner Autowahl auf eine gute Umweltbilanz.
  • Flieg nur, wenn es sein muss. Meine persönlich gemachten Erfahrungen zeigen mir, dass sich viele „Backpacker“ stark für das Thema Nachhaltigkeit interessieren. Viele ernähren sich vegetarisch/vegan, sind mit dem Rad oder der Bahn unterwegs und sind weltoffen. Oftmals wird ihnen aber vorgeworfen, dass sie sich all das sparen können, weil sie ja um die halbe Welt geflogen sind und damit mehr Umweltschäden anrichten, als diejenigen, die zu Hause täglich ihr Schnitzel essen, dafür aber nicht fliegen. An dem Argument ist schon etwas dran. Ich glaube aber auch, dass es allein schon für den sozialen Frieden auf der Welt eine enorme Bereicherung ist, zu Reisen und den kulturellen Austausch zu fördern. Persönlich werde ich auch zukünftig nicht aufs Reisen verzichten, spare mir aber in jedem Fall innerdeutsche Flüge oder auch kurze, billige Wochenendtrips ins europäische Ausland.
  • Setz dich für gute Fahrradständer ein. Bei deinem Arbeitgeber, der Uni, dem Supermarkt, dem Baumarkt, dem Fitnessstudio, Restaurants, Kegelbahnen usw. Wenn sich niemand dafür einsetzt, passiert nichts.
  • Nimm an Critical Mass-Veranstaltungen teil. Es ist einfach wichtig, ab und an mal Flagge für das Fahrradfahren und sichere Straßen zu zeigen. Leider werden immer wieder Fahrradfahrer/innen angefahren, weil es keine oder nur schlechte Fahrstreifen für sie gibt. Critical Mass-Veranstaltungen helfen, das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer/innen für Sicherheit im Straßenverkehr zu schärfen.
  • Unterschreib Petitionen, die sich für mehr Engagement für Radfahrer und Fußgänger einsetzen.

Fahrradfahren

Grünes Fahrrad steht im Grünen.

Fahrradfahren

 

 

 

 

  • Besorge dir eine Bahncard und nutze sie. Mit der Bahncard in Kombination mit Sparpreisen kannst du sehr günstig reisen. Mein Tipp: Trage dich in den Newsletter der Bahn ein. Über ihn bekomme ich regelmäßig spezielle Angebote und kann sogar Sparpreistickets kaufen, bevor diese der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
  • Mach einen Fahrradurlaub in Deutschland oder Europa. Deutschland hat überragende Fahrradrouten. Egal ob du Anfänger oder Profi bist, ob du mit oder ohne Kinder unterwegs bist. Du findest immer eine tolle Route in Deutschland und kannst vermutlich Jahre innerhalb Europas unterwegs sein. Steig doch einfach mal nicht in den Flieger, sondern erkunde deine Heimat.
  • Mach einen Wanderurlaub in Deutschland oder Europa. Neben tollen Fahrradstrecken, gibt es noch wesentlich mehr grandiose Wanderwege. Eine nachhaltigere Art und Weise zu Reisen gibt es nicht.
  • Treib Sport und führe einen sportlichen Lifestyle. Versuche nicht, ab und an Sport zu machen, sondern integriere Sport und Bewegung in deinen Alltag. Steige Treppen und verzichte auf den Lift. Fahre Fahrrad und lass das Auto stehen. Nutze deinen Feierabend dazu, Schwimmen oder Laufen zu gehen und lass den Fernseher aus.
  • Such dir mindestens 2-3 Sportarten, die du regelmäßig betreibst. Ich gehe Laufen, fahre viel Fahrrad und besuche regelmäßig das Fitnessstudio (inklusive Sauna).
  • Beteilig dich jedes Jahr an mindestens einem Wettkampf. Es ist immer gut ein Ziel vor Augen zu haben, auf das du hinarbeiten kannst. Das Ziel wird dich motivieren auch an verregneten, kalten und dunklen Tagen deinen Hintern hoch zu bekommen. Du könntest dir beispielsweise Halbmarathon oder sogar einen Marathon vornehmen. Ich bin 2017 meinen ersten Marathon in Frankfurt gelaufen und habe dafür rund sechs Monate trainiert. Nicht immer 100 Prozent konsequent aber in jedem Fall sehr viel intensiver und gewissenhafter, als ich das ohne das Ziel „Marathon“ gemacht hätte.
  • Meld dich für Schwimmkurse beim DLRG an. Die DLRG gibt es fast überall in Deutschland und in der Regel bieten sie immer diverse Schwimmkurse zu einem wirklich fairen Preis an. Von Anfängerkursen, bis zum Leistungsschwimmen ist eigentlich alles vertreten und es macht einfach Spaß, in der Gruppe zu trainieren.
  • Erkundige dich bei deiner Krankenkasse, nach geförderten Sport- und Präventionskursen. Alle Krankenkassen haben ein starkes Interesse, dass du möglichst gesund bleibst. Aus diesem Grund fördern sie viele Kurse. Frag einfach mal nach. Viele Krankenkassen fördern außerdem auch sogenannte Aktiv-Urlaube. Du machst eine Woche Urlaub, nimmst an einem organisierten Sportprogramm teil und lässt es dir gut gehen.
  • Setze dich bei deinem Arbeitgeber für Sportkurse ein. Frag nicht nur einmal nach, sondern setze dich für Sportkurse am Arbeitsplatz oder Zuschüsse für externe Sportangebote ein. Suche dir Gleichgesinnte im ganzen Unternehmen und hake bei deinem Gesundheitsbeauftragten, der Personalabteilung oder auch direkt bei der Geschäftsführung nach. Regelmäßiger Sport reduziert Stress und wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter/innen aus. Leider müssen die Mitarbeiter/innen noch viel zu häufig dafür kämpfen, dass die Unternehmen dies erkennen.
  • Setze dich bei deinem Arbeitgeber für ein ordentliches Gesundheitsmanagement ein. Gemäß dem Motto „Rücken ist das neue Rauchen“ gilt es vorzubeugen. Diabetes, Herz- Kreislaufbeschwerden, Lebererkrankungen und vor allem auch Gelenk- und Rückenprobleme nehmen rasant zu. Viele dieser Krankheiten sind das Resultat jahrelanger schlechter Ernährung (Currywurst mit Pommes ist nach wie vor das beliebteste Kantinen-Essen), gepaart mit mangelnder Bewegung. Setz dich also für ein ordentliches Gesundheitsmanagement ein, damit du auch bei der Arbeit etwas für dich und dein Wohlbefinden machen kannst.
  • Organisiere Sportevents bei deinem Arbeitgeber (Firmenläufe, Fahrradtouren, Wanderausflüge). Es macht einfach Freude, gemeinsam mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen für ein Sportevent zu trainieren und dann gemeinsam an den Start zu gehen. Das stärkt den Teamgeist und selbst die eher nicht so sportlichen Kolleginnen und Kollegen packt der Eifer und sie trainieren. So kann ein kleines Event schon für unglaublich viel positive Stimmung im Unternehmen sorgen.
  • Melde dein Unternehmen bei Mit dem Rad zur Arbeit an. Die Aktion wird jedes Jahr vom ADFC und der AOK organisiert. Es gilt, im Aktionszeitraum (Mai-August) an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und das Auto stehen zu lassen. Entweder man startet als Einzelfahrer/in oder in einem Team. Natürlich gibt es auch einige Preise zu gewinnen, aber im Grunde geht es einfach nur darum, Freude am Fahrradfahren zu entwickeln. Kleine Wettkämpfe innerhalb und zwischen den Teams spornen zusätzlich an. 😉

Joggen

Joggen

Jogger lehnt sich an Bauwagen

 

 

Wohnen
  • Zieh in die Nähe eines Bahnhofs. So fällt es leichter, auf das Auto zu verzichten. Für mich kommt es nicht in Frage irgendwohin zu ziehen, wo ich zwingend aufs Auto angewiesen bin. Ich möchte mit dem Rad oder per Bahn zur Arbeit kommen. Mach dir vor deinem Umzug Gedanken, wo du wohnen musst, um täglich zur Arbeit pendeln zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass du doch dein Auto nehmen wirst, steigt mit jedem Kilometer weiter weg vom Bahnhof rasant an. 🙂
  • Wohne nicht allein. In Deutschland gibt es immer mehr Single-Haushalte. Dies führt zu immer mehr versiegelten Flächen, steigenden Pro-Kopf-Ressourcen-Verbräuchen, steigendem Energie- und Wärmebedarf und verändert zudem das Einkaufsverhalten zum Negativen. Kleinverpackungen und Convenienceprodukte nehmen zu, was zum einen den Verpackungsmüll erhöht und zum anderen ungesunde Ernährungsformen fördert.
  • Kaufe dir keine neuen Möbel, sondern greife auf Second-Hand-Möbel zurück. Es ist erschreckend, wie viele Möbel auf dem Sperrmüll landen, obwohl sie noch total in Ordnung sind. Bevor du dir neue Möbel kaufst, schau doch mal bei Ebay-kleinanzeigen oder in diversen Facebook-Gruppen vorbei. Oftmals werden tolle Möbel verschenkt oder für einen geringen Preis zum Kauf angeboten.
  • Nutze ausschließlich LED-Lampen. Nach wie vor finden sich in sehr vielen Wohnungen noch die ganz alten Glühbirnen, Energiesparlampen oder auch modernere Halogen-Leuchten. Die Umstellung auf LED lohnt aber in jedem Fall, da deutlich weniger Energie für die gleiche Leuchtwirkung benötigt wird. Inzwischen decken LED-Lampen auch das komplette Farbspektrum ab. Den Blaustich, den die früheren LED-Lampen noch hatten, ist inzwischen Geschichte. Von daher haben sich die höheren Ausgaben für die etwas teureren LED-lampen sehr schnell wieder egalisiert, da die Lampen wesentlich länger halten und deutlich energiesparender sind, als andere Leuchtmittel. Wenn du jetzt noch energiesparende Geräte kaufst, Steckerleisten verwendest und 100 % Ökostrom beziehst, tust du schon eine ganze Menge für die Umwelt.
  • Verwende Steckerleisten mit „Ausschalte-Funktion“. Viele Geräte verbrauchen auch im ausgeschalteteten Zustand Strom. Steckerleisten mit „Ausschalte-Funktion“ unterbinden den Stromfluss und helfen dir dabei Strom und Geld zu sparen. Wichtig ist vor allem, dass du die Funktion auch nutzt und die Ausschalte-Funktion auch nutzt. 🙂
  • Bezieh 100 Prozent Ökostrom von einem reinen Ökostromanbieter. 100 Prozent Ökostrom sind gut. Noch besser ist es, wenn dieser Strom von einem reinen Ökostromanbieter kommt, der keinerlei Verflechtungen mit Atomstrom- und Braunkohleunternehmen hat. Bei Utopia findest du die besten Ökostromanbieter: Utopia.de.
  • Heize deine Wohnung nur so, wie du es wirklich benötigst. Ein Grad weniger, spart oft schon 6 Prozent an Energie. Die Zahlen auf deinem Thermostat geben die gewünschte Temperatur an. 1 bedeutet 12 Grad, 2 bedeutet 16 Grad, 3 bedeutet 20 Grad, 4 bedeutet 24 Grad und 5 bedeutet 28 Grad. Stufe 3 sollte in den meisten Fällen ausreichen.
  • Lasse deinen Kühlschrank immer einigermaßen gefüllt und öffne nicht ständig die Tür. Ein leerer Kühlschrank verbraucht mehr Energie als ein voller.
  • Bepflanze deinen Balkon, damit Bienen, Hummeln und Co. genügend Nahrung finden.

 

 

 

 

Pflanze auf Balkon

 

 

  • Reduziere deinen Abfall.
  • Trenne deinen Abfall. Traurig aber wahr. Nach wie vor gibt es viele Menschen, die ihren Abfall nicht trennen. Auch wenn das Recycling in Deutschland noch besser funktionieren könnte, heißt das noch lange nicht, dass Abfalltrennung nichts bringt. Hör auf mit den Ausreden und fang an deinen Müll zu trennen. Ist auch gar nicht so schwer. Versprochen. 🙂
  • Nutze altes Zeitungspapier für den Bio-Abfall. Bevor du dir Papiertüten für deinen Biomüll kaufst, benutz doch einfach altes Zeitungspapier. Auch Bäckereitüten oder sonstige Tüten aus Papier kannst du super als Bio-Mülltüte verwenden. Werfe diese Tüten also nicht immer gleich weg, nachdem du die Brötchen gegessen hast. Wenn das jeder in Deutschland machen würde, könnten wir unzählige Papier-Abfalltüten einsparen und damit jede Mengen Ressourcen, Wasser und Energie einsparen.
  • Mach deine Wohnung zu deinem Lieblingsplatz. Das ist wichtig für das seelische Wohl. Wenn du dich in deiner Wohnung nicht wohl fühlst, wirst du immer eine innere Unruhe spüren und du kann dich nie wirklich auf dich und deine Projekte konzentrieren.
  • Zieh in die Nähe eines Parks oder noch besser in die Nähe eines Waldgebietes und geh regelmäßig raus in die Natur. Der Mensch ist dazu gemacht, in der Natur zu leben und nicht in Betonklötzen. Lass deine Lungen und deine Seele regelmäßig atmen und geh raus in die Natur. Die besten Ideen kommen bestimmt nicht im Straßenverkehr sondern beim Joggen durch den Wald.
  • Spare Papier, verwende Recyclingpapier, nutze zertifiziert nachhaltiges Papier.Gerade im Bereich Papier gibt es inzwischen tolle Möglichkeiten, möglichst nachhaltig unterwegs zu sein. Lies dir dazu den verlinkten Blog-Artikel durch und hilf mit, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Papierflieger im KräuterbeetBlauer Engel Logo FSC Logo

 

 

 

 

 

  • Spare Wasser. Es gibt inzwischen wassersparende Wasserhähne, Toilettenspülungen und auch Duschköpfe. Ohne es zu merken, sparen diese Systeme locker mal 30-40 Prozent an Wasser ein.
  • Verwende ökologische Wasch- und Reinigungsmittel. Auch diese belasten ein wenig die Umwelt, sind aber um Längen besser als die vielen Chemiekeulen, die es da draußen so gibt. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren gibt auf seiner Seite viele nützliche Tipps und informiert auf welche Siegel geachtet werden sollte: bnn.de
  • Verbanne unnötige Medikamente und greif auf natürliche Mittel zurück. Jedes Medikament ist ein unnatürlicher Eingriff auf deinen Organismus. Zudem gelangen die Medikamente über Ausscheidungen ins Abwasser und von dort in den Wasserkreislauf. Das ist weder für die Natur, die Tiere noch für uns Menschen gut.
  • Verbanne Alu-Folie aus deiner Küche. Es gibt 1000 bessere Alternativen. Nicht nur, dass Aluminium in starkem Verdacht steht krebserregend zu sein, auch der Abbau der Ausgangsstoffe ist eine Umweltkatastrophe. Hilf mit, den Verbrauch von Aluminum möglichst gering zu halten.
  • Verbanne Schminke und einen Großteil deiner Kosmetika. Du bist schön, wie du bist.
  • Verwende weniger Seife/Shampoo/Conditioner als bisher. Das reicht locker.
  • Dusche kurz und lauwarm und nicht lang und heiß.

 

Einkaufen
  • Überlege dir grundsätzlich welche Unternehmen du unterstützen möchtest. Welche Unternehmen gehen sorgsam mit der Umwelt und den Menschen um und bei welchen steht der Profit an erster Stelle? Mit jedem Kauf stellst du die Weichen, in was für einer Welt du leben möchtest.
  • Kaufe dir Produkte, weil du sie wirklich benötigst, nicht weil sie im Angebot sind. Wenn es das Sale-Angebot gibt, setzt bei uns Menschen leider das Gehirn aus. Wir reagieren einfach nur noch auf den Reiz „sale“ und schlagen zu. Zu Hause merken wir dann, dass wir den fünften Schal, das zehnte Paar Schuhe und das 35. Top gekauft haben. Wirklich glücklich machen uns die Sachen nicht. Der Kleiderschrank ist wieder einmal überfüllt und spätestens nach zwei mal tragen gefallen uns die Sachen irgendwie auch nicht mehr so richtig. Versuche daher nicht immer sofort zuzuschlagen, sondern überlege zunächst einmal, was du wirklich brauchst. Das ist nämlich nicht besonders viel.
  • Kaufe second-hand. Eine tolle Möglichkeit Geld zu sparen und dabei noch etwas Gutes für die Umwelt zu tun, ist second-hand-Ware zu kaufen. Frisch gewaschen, sind die Klamotten wie neu und du bewahrst sie vor der Tonne. Für alle Beteiligten ein Gewinn. Second-hand-Läden gibt es inzwischen in fast jeder Stadt.
  • Entscheide dich für Bio-Baumwolle, anstelle von konventioneller. Es werden deutlich weniger Pestizide eingesetzt und zudem wird weniger Wasser für den Anbau benötigt.
  • Greife zu zertifizierter Naturkosmetik. Das BDIH-Siegel und das NaTrue-Siegel kann ich dir in jedem Fall empfehlen. Tierversuche sind laut diesen Siegeln verboten. Chemisch-synthetische Zusätze sind bis auf wenige Ausnahmen ebenso verboten. Auch Mikroplastik findest du nicht in zertifizierter Naturkosmetik.
  • Verzichte auf Produkte mit Mikroplastik.

Blaues StoppzeichenKosmetik-Produkte mit Mikroplastik

 

 

 

 

 

 

 

  • Lehne Produkte ab, die an Tieren getestet wurden. Es ist heute einfach nicht mehr notwendig Tiere zu quälen, damit wir eine gute Hautcreme verwenden können. Greif einfach zu zertifizierter Naturkosmetik oder erkundige dich über deine präferierten Marken, ob sie ihre Produkte an Tieren testen.
  • Entscheide dich für zertifiziert nachhaltige Produkte. Egal, ob du Papierprodukte, Lebensmittel, Kleidung oder auch Putzmittel kaufst, entscheide dich für die nachhaltigere Variante.
  • Boykottiere Billiganbieter! Es gibt ein paar Läden, da wird mir jedes mal übel, wenn ich an ihnen vorbei laufe oder mir Horden von Menschen mit überdimensioniert großen Tüten entgegenstürmen. es kann einfach nicht sein, dass wir für drei Euro ein T-Shirt bezahlen und erwarten, dass dieses T-Shirt ökologisch sinnvoll und sozial fair produziert wurde. Die Wertschätzung für das Produkt geht bei diesem Preis gegen Null. Man kauft das T-Shirt nicht, um es auch im nächsten Jahr zu tragen, sondern nur um es für eine Motto-Party, die Klassenreise oder auch den aktuellen Sommer im Schrank haben zu können. Wenn die Sachen nach kurzer Zeit ihren Reiz verlieren, werden sie weggeworfen, denn bei diesen geringen Preisen kann man sich ja jederzeit neue Klamotten besorgen. Für mich sind diese Billiganbieter ein Graus und es ist für mich unverständlich, wie Millionen Menschen (von Arm bis Reich) noch mit einem stolzen Lächeln diese Tüten herumtragen können. Daher noch einmal der Hinweis: Sag nein, zu Billig=Wegwerfware.

 

Urlaub

Mit dem Wort „Urlaub“ verbinden wir sofort Begriffe wie „Strand“, „Fernreise“, „es sich gut gehen lassen“. Ein „guter“ Urlaub zeichnet sich oftmals dadurch aus, dass wir möglichst Außergewöhnliches machen, raus aus dem Alltag kommen und im Idealfall irgendwo am Strand liegen können. Indem wir aber so hohe Erwartungen an unseren Urlaub (max. 6 Wochen im Jahr!) haben, welche Erwartungen haben wir eigentlich an die restlichen 46 Wochen im Jahr? Wäre es nicht sinnvoller, mit voller Power daran zu arbeiten, den persönlichen Alltag so zu gestalten, dass wir den Urlaub nicht „brauchen“, sondern einfach dazu nutzen können, etwas zu machen, wofür uns sonst die Zeit fehlt?

Ich denke, wenn man es schafft, den persönlichen Alltag so zu gestalten, dass wir jeden Tag glücklich und zufrieden sind, werden sich unsere Ansprüche an den Urlaub fundamental ändern. Wenn wir den Urlaub nicht mehr als eine Art „Reha“ vom stressigen Alltag verstehen, fangen wir plötzlich an, in der freien Zeit Projekte anzugehen, für die wir im Alltag zu wenig Zeit haben. Es geht nicht mehr darum, einfach auszubrechen, sondern die eigenen Potenziale noch weiter zu fördern. Nicht aus einem falschen Ehrgeiz heraus, sondern weil es uns einfach glücklich macht. Plötzlich nutzen wir die freie Zeit, um Weiterbildungen zu machen, uns ehrenamtlich in der Nachbarschaft zu engagieren, bauen eigene Möbel oder suchen uns ein Sportcamp, um endlich mal richtig Schwimmen zu lernen. 🙂

Meine Tipps für mehr Nachhaltigkeit beim Urlauben, sollen dir daher als Anregung dienen, einfach mal ganz anders an das Thema „Urlaub“ ran zu gehen und zu überlegen, welche Art von Urlaub dir ggf. dabei helfen könnte, deine persönlichen Kräfte und Potenziale zu entfalten. Vielleicht stellst du dir einfach mal die Frage: „Was würde ich wirklich gern einmal machen, wozu mir im Alltag die Zeit fehlt?“ Wenn dann die Antwort lautet: Zeit mit meinen Freunden zu verbringen oder ein Baumhaus zu bauen, dann hast du deinen nächsten Urlaubsplan. Freu dich darauf und betrachte die Urlaubszeit als geschenkte Zeit.

  • Bleib zu Hause und erkunde doch einfach mal die Umgebung und Möglichkeiten in deiner Region.
  • Engagiere dich in deiner Nachbarschaft und vernetze dich mit deinen Nachbarn. Wir wohnen immer dichter gedrängt, kennen dafür aber immer weniger Menschen in der Nachbarschaft. Schluss damit.
  • Mach einen Wanderurlaub in Deutschland oder in Europa. Es ist wunderschön in Deutschland und Europa und die Vielfalt an Landschaften, Menschen und Tieren ist grandios. Zum Wandern muss man nicht um den halben Globus fliegen. Falls du Inspirationen fürs Wandern suchst, kann ich dir den Blog von Christof empfehlen. Er wandert leidenschaftlich gern und läuft auch einfach mal 1735 Kilometer von den Allgäuer Alpen bis nach Sylt!
  • Mach einen Fahrradurlaub in Deutschland oder in Europa. Ich habe mit über 30 Jahren meine erste wirkliche Fahrradtour gemacht und kann es dir aus ganzem Herzen empfehlen. Es macht solche Freude, jeden Tag völlig frei entscheiden zu können, wohin ich fahre, was ich mir anschaue und wo ich übernachten möchte. Gleichzeitig lernt man das Land sehr viel intensiver kennen, als das mit Bahn oder Auto möglich wäre.
  • Reise mit Zug und Bus durch Europa. Europas Einzigartigkeit liegt vor allem an der kulturellen Vielfalt auf sehr engem Raum, die es so in keiner anderen Region der Erde gibt. Mit dem Zug oder dem Bus kannst du innerhalb weniger Stunden von einem Land ins nächste Reisen. Du benötigst kein Auto und kannst dazu beitragen, dass die Wertegemeinschaft bestehen bleibt und noch näher zusammenwächst.
  • Besuch ein Kloster für einige Zeit. Der Tipp steht stellvertretend dafür, dir auch einfach mal bewusst Zeit nur für dich zu nehmen. Beschäftige dich mit dir und deinem Leben. Wo stehst du momentan? Wo wolltest du immer sein? Was sind deine Ziele? Was benötigst du, um glücklich zu sein? Eine oder auch zwei Wochen im Kloster können die Weichen für dein weiteres Leben stellen.
  • Lauf den Jakobsweg oder irgendeinen anderen Pilgerweg. Wem das Meditieren im Kloster nicht so liegt, kann sich die oben genannten Fragen natürlich auch beim Pilgern stellen. 🙂
  • Verbringe deinen Urlaub in einem Bio-Hotel. Wenn du verreist, kannst du übrigens auch darauf achten, möglichst nachhaltig unterwegs zu sein. Zertifizierte Bio-Hotels achten auf einen möglichst kleinen CO2-Fußabdruck, indem sie Bio-Nahrungsmittel auf den Tisch stellen, die oftmals aus der Region stammen. Zudem verwenden Sie zertifizierte Naturkosmetik und Ökostrom.
  • Verbinde deinen Urlaub mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Zwei Wochen Urlaub am Strand sind schön. Der Langzeit-Effekt ist jedoch sehr überschaubar. Ein ehrenamtliches Engagement, wie zum Beispiel die Unterstützung eines Hospizvereins oder eines Kinderkrankenhauses, wird dich mit Sicherheit wesentlich länger beschäftigen. Es tut einfach gut, etwas zu geben und meist merkt man beim Geben, dass man eigentlich sehr viel mehr zurückbekommt.

Pusteblume auf Feld

Gänseblümchen

 

 

 

 

 

Soziales
  • Rede mit Menschen und schreibe nicht nur Whattsapp. Auch wenn sie soziale Medien heißen, ersetzt kein Gruppenchat deinen Freundeskreis. Geh wieder mehr raus unter Leute und verzichte auf dein Smartphone, wenn du mit Menschen zusammen bist.
  • Schreibe hin und wieder mal einen Brief an deine Liebsten. Es geht nicht darum, zukünftig nur noch Briefe zu schreiben, sondern sich ganz bewusst mal Zeit für einen lieben Brief zu nehmen. Zum Beispiel, um jemandem einfach mal Danke für die jahrelange Freundschaft zu sagen. Überlege dir doch einfach mal, wie sehr du dich über solch einen Brief freuen würdest.
  • Verdaddele nicht zu viel Zeit mit unnützem Zeug, sondern nimm dir bewusst Auszeiten, um dich mit deiner Freundin, deinen Freunden oder deiner Familie zu treffen. Triff dich nicht zwischen Tür und Angel, sondern nimm dir Zeit für diese Treffen.
Und sonst so?
  • Reduziere deinen Fernsehkonsum und entscheide dich für sinnvolle Sendungen. Im Schnitt, schauen die Deutschen täglich 220 Minuten fern! Gleichzeitig haben die Menschen keine Zeit selber zu Kochen, Sport zu machen, sich um ihre eigenen Finanzen zu kümmern… All das könntest du locker hinbekommen, wenn du deinen Fernsehkonsum zurückfährst.
  • Investiere in deine Bildung, nicht in deinen Kleiderschrank. Kaufe dir lehrreiche Bücher, keine Romane. Besuche Kurse an der Volkshochschule. Lerne Sprachen oder kümmere dich um deine finanzielle Bildung. Hier kann ich dir beispielsweise sehr den Blog vom Finanzwesir empfehlen.
  • Lese Bücher, die dich inspirieren, zum Beispiel Born to Run, wenn du Laufmotivation benötigst.
  • Berechne deinen CO2-Fußabdruck und finde raus, wie du diesen reduzieren kannst.

 

Das waren jetzt schon eine ganze Menge Tipps. Es gibt aber noch viel mehr Möglichkeiten dein Leben nachhaltiger, aktiver und gesünder zu gestalten. Ich werde daher die Liste von Zeit zu Zeit überarbeiten und ergänzen.

Hast du weitere Tipps für ein nachhaltigeres, aktiveres, gesünderes Leben? Lass es mich wissen, dann ergänze ich die Liste.

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3 Kommentare
  1. Antworten

    Christof von Einfach bewusst

    10. November 2018

    Hallo Jonas,

    dieser Artikel ist eine richtige Fundgrube für ein nachhaltigeres und bewussteres Leben. Vielen Dank dafür – und natürlich auch fürs Verlinken meinen Blogs 😉

    Einfach bewusste Grüße aus Franken

    Christof

    • Antworten

      Bunter Löwe

      10. November 2018

      Hallo Christof,
      vielen Dank für das Kompliment und dir noch viele schöne Wanderungen! 🙂
      Ich kann dir übrigens auch den Schwarzwald sehr zum Wandern empfehlen…

  2. Antworten

    Ann-Kathrin

    28. September 2018

    Hallo
    Ich habe gerade deinen Artikel gelesen.
    Es ist schöne, dass es Leute wie dich gibt, die über diese Themen schreiben.
    Ich sehe, dass du Werbung einblendest auf deine Seiten.
    Ich Starte am 01.10.18 mein Partnerprogramm für meinen Online Shop.
    Vielleicht hast du ja Interesse:

    Mit freundlichen Grüßen
    Das Team von
    Living-me.de

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